Discussion:
Wirkung von Neuroleptika
(zu alt für eine Antwort)
Alkmene
2007-11-17 17:35:06 UTC
Mache mir derzeit Gedanken darüber, wie insbesondere hochpotente und
atypische Neuroleptika wirken. Ist man dann wirklich wieder bei
Verstand? Sind die Wahnideen und Halluzinationen, die Denkstörungen, das
Stimmenhören etc. wirklich alles weg oder zumindest gedämpft? Wirkt das
Zeug wirklich so wie es auf dem Beipackzettel steht (Verschwinden von
irrigen Überzeugungen und Trugwahrnehmungen etc.) oder dämpfen/sedieren
Neuroleptika nicht nur? Damit die Leute besser zu handhaben sind und
weniger aggressiv? Jemand, der meint er wäre durch die Medikamente
völlig wiederhergestellt, was meint er damit? Ist das nur seine
subjektive Ansicht?

Gruß
Christian Kopp
2007-11-17 20:57:12 UTC
Alkmene schrieb:

Hmm also das mit den Agressionen ist glaub ich gar nicht so schlimm, nur
wenn man gerade hoch Psychotisch ist. Also bspw. 2 Jahre Medikamente
genommen, und dann setzt man es innerhalb weniger Tage ab.

Der Arzt bei Pocher&Schmidt am Donnerstag sagte sowas wie, wenn es für
eine Erkrankung viele Medikamente gibt dann wirkt keines richtig. Wenn
eines richtig wirken würde hätte es sich längst durchgesetzt.

Meine erfahrung war mehr so das einem hoch Dosierte Neuroleptika total
Depressiv machen. Dann hat man zwar fast keinen Wahn mehr aber auch
sonst nicht mehr viele Freude am Leben.

Die von denen ich gehört habe das sie Stimmen hören, da ist es manchmal
wirklich so das sie wenn sie das Leponex oder was auch immer schlucken
die Stimmen dann nicht so hören. Außer wenn sie viel Alkohol trinken,
totalen Stress haben, usw.

So wirklich wirken tut da wohl gar nichts. Außer jemand ist jetzt
komplett durch den Wind wegen Drogen z.B. und dann kriegt er sich doch
irgendwann wieder ein mit Hilfe der Medikamente.

Gegen Depressionen gibt es ja auch Antidepressiva oder auch Angstlösende
Bezodinger. Aber letztere machen Abhängig und außerdem kommt man sich
mit den ganzen Pillen wie ein Versuchshamster vor.

Es mag aber wirklich so sein das die Leute vor 60 Jahren also wo die
Therapie noch aus 100% Folter und was weis ich nicht alles bestand die
Leute gar nicht mehr richtig gesund wurden. Unter Medikamenten leben
aber viele daheim in den eigenen 4 Wänden. Und für wirklich kranke
Menschen gibt es ja evtl. sogar Rente zumindest Sozialhilfe. Welche aber
auch nicht mehr als Hartz4 ist, unter Umständen. Aber wenigstens nicht
einfach so vom Sachbearbeiter gestrichen werde kann..

Schlimm ist es wohl auch bei Behinderten Menschen die noch nie
gearbeitet haben und dann u.u. gar kein Geld bekommen. Zumindest nie
Rente bekommen werden.

Ich habe neulich einen interessanten Text gelesen über Malaisische
Ur-Einwohner, also Indianer in deren Bevölkerung es weder Psychosen noch
Agressives Verhalten gibt. Sie Leben völlig anders. Aber mit uns, in der
Stadt gar nicht vergleichbar.

Gruß Chris
Doktor Gonzo
2007-11-18 12:10:46 UTC
Post by Alkmene
Mache mir derzeit Gedanken darüber, wie insbesondere hochpotente und
atypische Neuroleptika wirken. Ist man dann wirklich wieder bei Verstand?
Sind die Wahnideen und Halluzinationen, die Denkstörungen, das
Stimmenhören etc. wirklich alles weg oder zumindest gedämpft? Wirkt das
Zeug wirklich so wie es auf dem Beipackzettel steht (Verschwinden von
irrigen Überzeugungen und Trugwahrnehmungen etc.) oder dämpfen/sedieren
Neuroleptika nicht nur? Damit die Leute besser zu handhaben sind und
weniger aggressiv? Jemand, der meint er wäre durch die Medikamente völlig
wiederhergestellt, was meint er damit? Ist das nur seine subjektive
Ansicht?
Gruß
Hallo Alkmene,

das Problem bei der ganzen Sache ist folgendes: Man weiß nicht so genau,
warum die Medikamente überhaupt wirken. Natürlich würde das kein Arzt und
kein Hersteller so wirklich zugeben, ansonsten fehlte ihnen die
Rechtfertigung solche starken Eingriffe in das Leben eines anderen Menschen
zu tun. Irgendwann wurden wohl mal Versuche durchgeführt, bei denen dann
heraus kam, dass bestimmte Stoffe irgendeine Wirkung haben. Da gibt es, wie
Christian schon sagte, viele verschiedene Medikamente mit verschiedenen
Wirkungen. Wie die Medikamente bei einem Patienten wirken, ist eher so eine
Glückssache. Viele Patienten haben schon sehr viele Medikamente durch, bis
dann halt irgendwann mal ein Medikament "richtig" wirkt.
Neuroleptika und Psychofarmaka ansich haben meist sehr viele
Neben-wirkungen. Ich habe mich einmal versucht über ein bestimmtes
Neuroleptikum zu informieren, allerdings gibt es da ein sehr großes Problem:
Der Gesetzgeber untersagt den Herstellern Informationen an die Patienten
weiter zu geben. Nur Fachpersonal hat Zugriff auf weiterführende
Informationen. Bei meinem Medikament war es so, dass auf der Webseite sage
und schreibe 9 von 13 Punkten für mich nicht zugänglich sind. Das finde ich
ziemlich dreist! Ich fühle mich endmündigt. Ich vermute mal, dass das bei
anderen Medikamenten das selbe Problem ist, denn lügen werden die Hersteller
ja hoffentlich nicht. Oder doch?
Wie Christian auch schon richtig geschrieben hat, machen bügeln die
Medikamente deinen gesamten Gefühlshaushalt einmal über und dann bist du
zwar symptomfrei, aber hast sonst keine Freude mehr am Leben, folglich sehr
wahrscheinlich depressiv, was dann wiederum mit noch mehr Medikamenten
"begradigt" werden kann. Damit sollte auch deine Frage beantwortet sein, wie
Neuroleptika wirken. Es ist halt so eine Sache, wie du das Ganze sehen
willst. Wenn du ein bisschen hier in der Gruppe liest und mal googlest wirst
du sicher auf viele negative Erfahrungsberichte stoßen. Positive gibt es
allerdings auch. Problem: Du bist damit einmal mehr alleine gelassen, als
Betroffener.

Hoffe dir weiter geholfen zu haben und viel Grütze
Doktor Gonzo
Bastiaan Zapf
2007-11-18 19:02:58 UTC
Post by Alkmene
Mache mir derzeit Gedanken darüber, wie insbesondere hochpotente und
atypische Neuroleptika wirken.
Leider hat niemand eine umfassende Theorie von der Entstehung
psychischer Erkrankungen. Daher kann über die Funktionsweise von
Neuroleptika erstmal hauptsächlich spekuliert werden.

Ein "Brennpunkt" der Wirkung von Neuroleptika scheint bei
Serotoninempfindlichen Rezeptoren zu liegen, die oft auch bei der
Wirkung von Halluzinogenen Drogen beteiligt sind. Das KÖNNTE erklären,
warum Neroleptika gegen Psychosen helfen. Dooferweise erklärt das nicht,
warum nicht jedes Medikament bei jedem Patienten wirkt, was der
Opioid-Sigma-Rezeptor (dessen Stimulation eher psychoseartige Symptome
hervorruft als die von Dopaminrezeptoren - dooferweise leuchtet noch
viel weniger ein, was Neurleptika mit diesem Rezeptor zu tun haben
sollten) damit zu tun hat, was Toxoplasmose (erhöhte
Antikörperkonzentrationen bei Psychosepatienten, Symptome sind bei dafür
anfälligen Tieren und auch immungeschwächten Menschen psychoseartig)
damit zu tun hat usw.
Post by Alkmene
Ist man dann wirklich wieder bei
Verstand? Sind die Wahnideen und Halluzinationen, die Denkstörungen, das
Stimmenhören etc. wirklich alles weg oder zumindest gedämpft? Wirkt das
Zeug wirklich so wie es auf dem Beipackzettel steht (Verschwinden von
irrigen Überzeugungen und Trugwahrnehmungen etc.) oder dämpfen/sedieren
Neuroleptika nicht nur?
Dummerweise funktioniert nicht jedes Medikament bei jedem Patienten.
Dennoch, wenn ein Neuroleptikum wirkt, hilft es tatsächlich gegen den
Zustand, den man damit zu behandeln versucht - also gegen die Psychose,
inklusive der erwähnten Symptome, die unter diesem Begriff
zusammengefasst werden. Betroffene haben mir gegenüber davon berichtet,
dass sich ihre Situation tatsächlich gebessert hätte.

Die Nebenwirkungen sind natürlich relativ unangenehm, und insbesondere
die Tatsache, dass Neuroleptika auch "dämpfend" wirken, wurde oder wird
auch teilweise ge- oder mißbraucht. Beispielsweise würde ich sagen, dass
bei einem Patienten, der oft agitiert ist, deswegen nicht schlafen kann
oder seiner Umwelt auf den Wecker fällt, ein bißchen Dämpfung nicht
schaden kann. Das kann aber nicht das Ziel der Behandlung sein.

Blöderweise treten die Nebenwirkungen sofort auf, und bis der
antipsychotische Effekt eintritt, kann es eine Weile (Wochen) dauern.
Oder das passiert überhaupt nicht. Oder es passiert, und man bemerkt es
selber nicht ("wieso wirkung? ist doch alles wie immer..."). Das mag bei
gewissen Personen dazu führen, dass sie den Eindruck gewinnen, dass
Neuroleptika nur wegen der sedierenden Wirkung eingesetzt werden.

Es ist aber im statistischen Mittel im Doppelblindversuch eine Wirkung
im Sinne einer Besserung der Psychose nachweisbar - sonst dürfte man
diese Medikamente in Deutschland gar nicht zu diesem Zweck einsetzen.
--
Basti
hydro
2007-11-19 23:33:39 UTC
Post by Bastiaan Zapf
Post by Alkmene
Mache mir derzeit Gedanken darüber, wie insbesondere hochpotente und
atypische Neuroleptika wirken.
Leider hat niemand eine umfassende Theorie von der Entstehung
psychischer Erkrankungen. Daher kann über die Funktionsweise von
Neuroleptika erstmal hauptsächlich spekuliert werden.
Ein "Brennpunkt" der Wirkung von Neuroleptika scheint bei
Serotoninempfindlichen Rezeptoren zu liegen, die oft auch bei der
Wirkung von Halluzinogenen Drogen beteiligt sind. Das KÖNNTE erklären,
warum Neroleptika gegen Psychosen helfen. Dooferweise erklärt das nicht,
warum nicht jedes Medikament bei jedem Patienten wirkt, was der
Opioid-Sigma-Rezeptor (dessen Stimulation eher psychoseartige Symptome
hervorruft als die von Dopaminrezeptoren - dooferweise leuchtet noch
viel weniger ein, was Neurleptika mit diesem Rezeptor zu tun haben
sollten) damit zu tun hat, was Toxoplasmose (erhöhte
Antikörperkonzentrationen bei Psychosepatienten, Symptome sind bei dafür
anfälligen Tieren und auch immungeschwächten Menschen psychoseartig)
damit zu tun hat usw.
Post by Alkmene
Ist man dann wirklich wieder bei
Verstand? Sind die Wahnideen und Halluzinationen, die Denkstörungen, das
Stimmenhören etc. wirklich alles weg oder zumindest gedämpft? Wirkt das
Zeug wirklich so wie es auf dem Beipackzettel steht (Verschwinden von
irrigen Überzeugungen und Trugwahrnehmungen etc.) oder dämpfen/sedieren
Neuroleptika nicht nur?
Dummerweise funktioniert nicht jedes Medikament bei jedem Patienten.
Dennoch, wenn ein Neuroleptikum wirkt, hilft es tatsächlich gegen den
Zustand, den man damit zu behandeln versucht - also gegen die Psychose,
inklusive der erwähnten Symptome, die unter diesem Begriff
zusammengefasst werden. Betroffene haben mir gegenüber davon berichtet,
dass sich ihre Situation tatsächlich gebessert hätte.
Die Nebenwirkungen sind natürlich relativ unangenehm, und insbesondere
die Tatsache, dass Neuroleptika auch "dämpfend" wirken, wurde oder wird
auch teilweise ge- oder mißbraucht. Beispielsweise würde ich sagen, dass
bei einem Patienten, der oft agitiert ist, deswegen nicht schlafen kann
oder seiner Umwelt auf den Wecker fällt, ein bißchen Dämpfung nicht
schaden kann. Das kann aber nicht das Ziel der Behandlung sein.
Mein Mann hat schon seit seiner Jugend Schizophrenie und nimmt Leponex. Früher hat ihm diesses Neuroleptika sehr geholfen. Er konnte eine Lehre machen und auch 100% arbeiten. Aber seit einigen Jahren nützt es ihm nicht mehr und er nimmt immer mehr andere dazu und versucht wieder neue Medi aus, aber ohne Erfolg. Früher konnte er noch gut denken, heute nicht mehr... und was die vielen Neuroleptika und Antideppresiva in seiner Hirnaktivität auswirken, da habe ich keine Ahnung! Sein Arzt weis auch nicht Bescheid darüber... es geht einfach ums ausprobieren.... und seine Denkfähigkeit nimmt immer mehr ab... er ist jetzt 45. Manchmal denke ich, es geht den Aerzten mehr darum, dass die Familie noch irgendwie funktioniert, egal wie.
Blöderweise treten die Nebenwirkungen sofort auf, und bis der
antipsychotische Effekt eintritt, kann es eine Weile (Wochen) dauern.
Oder das passiert überhaupt nicht. Oder es passiert, und man bemerkt es
selber nicht ("wieso wirkung? ist doch alles wie immer..."). Das mag bei
gewissen Personen dazu führen, dass sie den Eindruck gewinnen, dass
Neuroleptika nur wegen der sedierenden Wirkung eingesetzt werden.
Es ist aber im statistischen Mittel im Doppelblindversuch eine Wirkung
im Sinne einer Besserung der Psychose nachweisbar - sonst dürfte man
diese Medikamente in Deutschland gar nicht zu diesem Zweck einsetzen.
--
Basti
Alkmene
2007-11-20 11:16:37 UTC
Post by Bastiaan Zapf
Post by Alkmene
Mache mir derzeit Gedanken darüber, wie insbesondere hochpotente und
atypische Neuroleptika wirken.
Leider hat niemand eine umfassende Theorie von der Entstehung
psychischer Erkrankungen. Daher kann über die Funktionsweise von
Neuroleptika erstmal hauptsächlich spekuliert werden.
Ein "Brennpunkt" der Wirkung von Neuroleptika scheint bei
Serotoninempfindlichen Rezeptoren zu liegen, die oft auch bei der
Wirkung von Halluzinogenen Drogen beteiligt sind. Das KÖNNTE erklären,
warum Neroleptika gegen Psychosen helfen. Dooferweise erklärt das nicht,
warum nicht jedes Medikament bei jedem Patienten wirkt, was der
Opioid-Sigma-Rezeptor (dessen Stimulation eher psychoseartige Symptome
hervorruft als die von Dopaminrezeptoren - dooferweise leuchtet noch
viel weniger ein, was Neurleptika mit diesem Rezeptor zu tun haben
sollten) damit zu tun hat, was Toxoplasmose (erhöhte
Antikörperkonzentrationen bei Psychosepatienten, Symptome sind bei dafür
anfälligen Tieren und auch immungeschwächten Menschen psychoseartig)
damit zu tun hat usw.
Post by Alkmene
Ist man dann wirklich wieder bei
Verstand? Sind die Wahnideen und Halluzinationen, die Denkstörungen, das
Stimmenhören etc. wirklich alles weg oder zumindest gedämpft? Wirkt das
Zeug wirklich so wie es auf dem Beipackzettel steht (Verschwinden von
irrigen Überzeugungen und Trugwahrnehmungen etc.) oder dämpfen/sedieren
Neuroleptika nicht nur?
Dummerweise funktioniert nicht jedes Medikament bei jedem Patienten.
Dennoch, wenn ein Neuroleptikum wirkt, hilft es tatsächlich gegen den
Zustand, den man damit zu behandeln versucht - also gegen die Psychose,
inklusive der erwähnten Symptome, die unter diesem Begriff
zusammengefasst werden. Betroffene haben mir gegenüber davon berichtet,
dass sich ihre Situation tatsächlich gebessert hätte.
Die Nebenwirkungen sind natürlich relativ unangenehm, und insbesondere
die Tatsache, dass Neuroleptika auch "dämpfend" wirken, wurde oder wird
auch teilweise ge- oder mißbraucht. Beispielsweise würde ich sagen, dass
bei einem Patienten, der oft agitiert ist, deswegen nicht schlafen kann
oder seiner Umwelt auf den Wecker fällt, ein bißchen Dämpfung nicht
schaden kann. Das kann aber nicht das Ziel der Behandlung sein.
Mein Mann hat schon seit seiner Jugend Schizophrenie und nimmt Leponex. Früher hat ihm diesses Neuroleptika sehr geholfen. Er konnte eine Lehre machen und auch 100% arbeiten. Aber seit einigen Jahren nützt es ihm nicht mehr und er nimmt immer mehr andere dazu und versucht wieder neue Medi aus, aber ohne Erfolg. Früher konnte er noch gut denken, heute nicht mehr... und was die vielen Neuroleptika und Antideppresiva in seiner Hirnaktivität auswirken, da habe ich keine Ahnung! Sein Arzt weis auch nicht Bescheid darüber... es geht einfach ums ausprobieren.... und seine Denkfähigkeit nimmt immer mehr ab... er ist jetzt 45. Manchmal denke ich, es geht den Aerzten mehr darum, dass die Familie noch irgendwie funktioniert, egal wie.
Blöderweise treten die Nebenwirkungen sofort auf, und bis der
antipsychotische Effekt eintritt, kann es eine Weile (Wochen) dauern.
Oder das passiert überhaupt nicht. Oder es passiert, und man bemerkt es
selber nicht ("wieso wirkung? ist doch alles wie immer..."). Das mag bei
gewissen Personen dazu führen, dass sie den Eindruck gewinnen, dass
Neuroleptika nur wegen der sedierenden Wirkung eingesetzt werden.
Ich persönlich habe den Eindruck, daß man durch Neuroleptika und während
einer "psychotherapeutischen" Behandlung dümmer wird.

Gruß
Bastiaan Zapf
2007-11-20 19:42:01 UTC
Post by Alkmene
Ich persönlich habe den Eindruck, daß man durch Neuroleptika und während
einer "psychotherapeutischen" Behandlung dümmer wird.
Nein, von einer Psychose wird manch einer auf Dauer dümmer. Auch Bleuler
hatte schon, bevor es überhaupt Neuroleptika gab, erkannt, dass
Negativsymptome ("Verblödung") erstens Hinweise auf die Prognose geben
und sich zweitens ab und zu verschlimmern.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man durch Gespräche, Malen etc.
dümmer wird.

Sicher, eine dauernde Neuroleptika-Behandlung ist keine angenehme Sache,
aber wer die Psychose bequemer findet, braucht ja keine Medikamente
nehmen. Wenn man dann nicht mehr so Koordiniert ist, dass man in der
Klapse landet und zwangsbehandelt wird, ist das zwar eine
selbstbesiegende Taktik, aber es muß ja nicht so enden. Ist ja nicht so,
dass die Strassen voll sind von Psychiatern, die nach Leuten suchen, die
ihre Neuroleptika nicht nehmen, da muß man ja schon einen ganz schönen
Zirkus veranstalten, bevor die kommen. Und wenn man nicht gerade
psychotisch ist, kann man sich das ja wohl verkneifen.

Wenn du diesen Eindruck hast, heißt das nicht, dass es auch tatsächlich
so ist. Und wenn du eine Frage stellst, solltest du auch damit rechnen,
dass mal jemand versucht, nicht nur das zu schreiben, was du lesen magst.
--
Basti
Alkmene
2007-11-21 12:04:12 UTC
Bastiaan Zapf schrieb:

Mit welcher Qualifikation bitte? Betroffener, Angehöriger oder Profi?
Post by Bastiaan Zapf
Post by Alkmene
Ich persönlich habe den Eindruck, daß man durch Neuroleptika und während
einer "psychotherapeutischen" Behandlung dümmer wird.
Nein, von einer Psychose wird manch einer auf Dauer dümmer. Auch Bleuler
hatte schon, bevor es überhaupt Neuroleptika gab, erkannt, dass
Negativsymptome ("Verblödung") erstens Hinweise auf die Prognose geben
und sich zweitens ab und zu verschlimmern.
Was verstehst Du hier unter dümmer? Der Begriff Verblödung meinte doch
alles? Negativsymptomatik, also Antriebsverarmung, Sprachverarmung,
Initiativlosigkeit - was fällt eigentlich alles unter diese sogenannte
Minussymptomatik? Die Frühberentung?
Post by Bastiaan Zapf
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man durch Gespräche, Malen etc.
dümmer wird.
Es bringt auch nicht unbedingt was.
Post by Bastiaan Zapf
Sicher, eine dauernde Neuroleptika-Behandlung ist keine angenehme Sache,
aber wer die Psychose bequemer findet, braucht ja keine Medikamente
nehmen.
Bei welcher Negativsymptomatik ist es ratsam Medikamente zu nehmen? Wie
gut wirken diese gegen diese Symptomatik? Was ist der größtmögliche Erfolg?
Post by Bastiaan Zapf
Wenn du diesen Eindruck hast, heißt das nicht, dass es auch tatsächlich
so ist. Und wenn du eine Frage stellst, solltest du auch damit rechnen,
dass mal jemand versucht, nicht nur das zu schreiben, was du lesen magst.
Ich war eine Zeit lang Gehirn-Jogger. Die behaupten schon ein
mehrwöchiger Krankenhausaufenthalt bei strenger Bettruhe senkt den IQ um
20 Punkte. Ständiges Training ist angesagt.
Bastiaan Zapf
2007-11-21 18:52:45 UTC
Post by Alkmene
Mit welcher Qualifikation bitte? Betroffener, Angehöriger oder Profi?
Persönlich interessiert, umfassend und im Speziellen auch auf dem Gebiet
Pharmakologie und Psyche gebildet und in der Lage, mir gelegentlich mal
ein Urteil zu bilden und was dazu zu lernen ;)

Im Übrigen wird man in dieser Newsgroup auch mal schon dafür angeblafft,
wenn man ein "Profi" ist, oder zumindest erzählt, was die sonst erzählen.
Post by Alkmene
Post by Bastiaan Zapf
Nein, von einer Psychose wird manch einer auf Dauer dümmer. Auch Bleuler
hatte schon, bevor es überhaupt Neuroleptika gab, erkannt, dass
Negativsymptome ("Verblödung") erstens Hinweise auf die Prognose geben
und sich zweitens ab und zu verschlimmern.
Was verstehst Du hier unter dümmer? Der Begriff Verblödung meinte doch
alles? Negativsymptomatik, also Antriebsverarmung, Sprachverarmung,
Initiativlosigkeit - was fällt eigentlich alles unter diese sogenannte
Minussymptomatik? Die Frühberentung?
Der Begriff bezeichnet erstmal Symptome, die sich durch "Abwesenheit"
eines erwarteten Phänomens auszeichnen - also eben z.B. die genannten.
Der Begriff ist aufgekommen, weil beobachtet wird, dass "negativ" und
"positiv"-Symptome (Halluzinationen, Wahn, Agitiertheit etc.) offenbar
Tatsächlich getrennte Gruppen bilden, die in unterschiedlichen
Situationen auftreten.

Frühberentung würde ich eher als Folge der Erkrankung bezeichnen, nicht
als Symptom. Natürlich kann die sich auch direkt aus Antriebsarmut und
Initiativlosigkeit ergeben.
Post by Alkmene
Post by Bastiaan Zapf
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man durch Gespräche, Malen etc.
dümmer wird.
Es bringt auch nicht unbedingt was.
Das ist richtig. Es gibt aber in der Psychiatrie auch so gut wie nichts,
was "unbedingt" was bringt.
Post by Alkmene
Bei welcher Negativsymptomatik ist es ratsam Medikamente zu nehmen? Wie
gut wirken diese gegen diese Symptomatik? Was ist der größtmögliche Erfolg?
Generell ist bekannt, dass Negativsymptome schlechter auf Therapien
aller Art ansprechen als Positivsymptome. Auch ist die Prognose bei
starker Negativsymptomatik schlechter. Der größtmögliche Erfolg der
Therapie ist eine Befreiung von der Krankheit. Dieser kann aber nicht
garantiert und auch nicht prognostiziert werden.
Post by Alkmene
Ich war eine Zeit lang Gehirn-Jogger. Die behaupten schon ein
mehrwöchiger Krankenhausaufenthalt bei strenger Bettruhe senkt den IQ um
20 Punkte. Ständiges Training ist angesagt.
Ich wäre mir nicht sicher, ob "IQ-Tests" Intelligenz messen oder nur die
Fähigkeit, IQ-Tests zu lösen. Mit Sicherheit ist ein langer
Krankenhausaufenthalt (gleich welcher Art) der Fähigkeit, sein Leben in
die eigene Hand zu nehmen, abträglich. Das Erklärt aber nicht, warum
Psychotiker "mit der Zeit blöde werden" - bei Psychosekranken ist der
Effekt drastisch, aber langfristig (Jahrzehnte) und tritt meines Wissens
nach auch ohne Krankenhausaufenthalt auf.
--
Basti
Felix Mater
2007-11-22 23:35:37 UTC
Hi,

[Eindruck, daß Neuroleptika dümmer machen]
Post by Bastiaan Zapf
Das Erklärt aber nicht, warum
Psychotiker "mit der Zeit blöde werden" - bei Psychosekranken ist der
Effekt drastisch, aber langfristig (Jahrzehnte) und tritt meines Wissens
nach auch ohne Krankenhausaufenthalt auf.
Solche Urteile sind mit mancherlei Unsicherheiten behaftet, als da
wären:
'Lehrbuchwissen' scheitert häufig an der Realität, da letztere
sich nur ungern in Lehrbuchform abilden läßt.
Psychopathologische Diagnosen sind unsicher. Sie sind nachweislich
subjektiv und um so wertloser je komplexer die in Frage stehende
Störung ist. Psychosen können Bestandteile sehr komplexer Störungen
sein, und der sogenannte Fachmann hat in der Regel weder Zeit noch
Lust sich in komplexen Fällen ein differenziertes Urteil oder auch
nur einen Überblick zu verschaffen. Gleichzeitig stellt sich dann die
Frage, ob 'Psychose' überhaupt ein relevantes Kernsymptom bei einem
bestimmten Patienten ist. Auf jeden Fall macht es keinen Sinn vom
konkreten Fall zu abstrahieren. Ich möchte daher mal anders
formulieren:
Auch ich kenne Fälle, bei denen ich den Eindruck habe, daß die
Einnahme von Neuroleptika dümmer gemacht hat. Ob jeweils eine
Psychose vorlag, ist Glaubensfrage. Es gibt jeweils Befunde dafür und
dagegen.
In der Regel möchten Krankenhäuser unbedingt eine Schizophrenie
diagnostiziert
sehen, während der ambulante Gutachter in der Regel ebendieses
kategorisch
ausschließt. Eine Argumentation der Form: Diese Person wurde dümmer,
weil sie eine Psychose hatte, scheint in so einem Fall also nicht
unbedingt
weiterzuhelfen, oder?
Stattdessen kann ich auch meinen gesunden Menschenverstand einschalten
und etwa feststellen, daß eine bestimmte Person früher sehr kreativ
und
einfallsreich war, davon aber nach längerem hochdosierten
Neuroleptikagebrauch
nichts mehr zu sehen ist. Sollte das nicht mit dem Wirkungsprofil von
Serotoninantagonisten vereinbar sein? Wenn ich dann noch Hinweise auf
ein
Parkinsonoid mit massivem Rigor, medikamenteninduzierte Depression und
weiß der Geier noch alles habe, meine ich schon begründen zu können,
daß
Neuroleptikagebrauch diese Person dümmer gemacht hat. Insbesondere
dann,
wenn sich die Symptome bessern, wenn man das Neuroleptikum wechselt
und
das neue in untertherapeutisch, nicht antipsychotisch wirksamer Dosis
verabreicht. Aber dieses Glück muß die Person erst mal haben, daß die
Interpretationshoheit der Schizophreniefanatiker in den Krankenhäusern
gebrochen und zum Wohle des Patienten alternative Deutungen möglich
werden.
Lehrbücher interessieren sich nicht für das Wohl des Patienten (eines
Individuums!),
sondern sie bezwecken die Etablierung einer Ordnung, und Ordnung
bedeutet
Macht über Individuen, sie delegieren die Verantwortung der
sogenannten
Fachleute auf ein abstraktes System, das im Hinblick auf seine
Realtitätsnähe
oft keinen Pfifferling wert ist. Und was sollte eine junge
Assistenzärztin etwa
sonst auch machen, angesichts eigener Unbedarftheit und
erkenntnistheoretischer
Unterbelichtetheit sowie mangelnder Ressourcen dankbar alles an das
Lehrbuch
zu delegieren? Zumal Selbstständiges Denken und Handeln unter der
ständigen
Bedrohung jurstischer Sanktionierung steht.
Langer Rede kurzer Sinn: Wenn andere Personen nach ihrem Augenschein
den Eindruck gewonnen haben, daß Neuroleptika jemanden dümmer gemacht
haben, dann sollte man sich bewußt sein, daß die Negierung dieser
Behauptung
mit Verweis auf irgendwelche Lehrbuch-Standardfloskeln nicht den
Schein
von Objektivität oder Wissenschaftlichkeit rechtmäßig für sich
beanspruchen
können.

Freundliche Grüße
Felix
Bastiaan Zapf
2007-11-23 18:38:47 UTC
...
Klar. Wie sonst.
Alkmene
2007-11-24 12:54:47 UTC
Post by Bastiaan Zapf
Post by Alkmene
Mit welcher Qualifikation bitte? Betroffener, Angehöriger oder Profi?
Persönlich interessiert, umfassend und im Speziellen auch auf dem Gebiet
Pharmakologie und Psyche gebildet und in der Lage, mir gelegentlich mal
ein Urteil zu bilden und was dazu zu lernen ;)
...
Post by Bastiaan Zapf
die eigene Hand zu nehmen, abträglich. Das Erklärt aber nicht, warum
Psychotiker "mit der Zeit blöde werden" - bei Psychosekranken ist der
Effekt drastisch, aber langfristig (Jahrzehnte) und tritt meines Wissens
nach auch ohne Krankenhausaufenthalt auf.
Habe bei manchen verdammt den Eindruck, daß es die Medikamente sind.
Kenne das selbst aus der Zeit, in der ich noch nicht lang krank und
nicht lange unter Negativsymptomatik zu leiden hatte.
Christian Kopp
2007-11-27 06:35:57 UTC
Post by Bastiaan Zapf
Persönlich interessiert, umfassend und im Speziellen auch auf dem Gebiet
Pharmakologie und Psyche gebildet und in der Lage, mir gelegentlich mal
ein Urteil zu bilden und was dazu zu lernen ;)
Also ein Langhaariger Zivi oder Pfleger ders noch lernt. Dann kannst du
ja auf den Stationen die Computer einrichten, das kann sonst keiner in
der Psychiatrie.
Post by Bastiaan Zapf
Im Übrigen wird man in dieser Newsgroup auch mal schon dafür angeblafft,
wenn man ein "Profi" ist, oder zumindest erzählt, was die sonst erzählen.
Profis sind vor allem die Ärzte die mag hier keiner. Die Pfleger (Zivis)
kapieren zwar auch nix aber die äffen nur die Theorien der Ärzte nach
weil sie sie auch nicht verstehen, und auch nicht durchschauen - also
ich meine die Fallen auch darauf rein, haben sie aber nicht erdacht.
Christian Kopp
2007-11-27 06:31:05 UTC
Post by Bastiaan Zapf
Post by Alkmene
Ich persönlich habe den Eindruck, daß man durch Neuroleptika und während
einer "psychotherapeutischen" Behandlung dümmer wird.
Nein, von einer Psychose wird manch einer auf Dauer dümmer.
Also eigentlich ist es so das sogar bei einer Schizophrenie die
Intelligenz erhalten bleibt, man führt sich nur Deppert auf. Und kann
sicher einiges nicht mehr machen, verträgt keinen Stress.
Post by Bastiaan Zapf
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man durch Gespräche, Malen etc.
dümmer wird.
Jaja, was denn für Gespräche? "Glauben sie das es Leute gibt die
Gedanken lesen oder andere Leute durch Gedanken manipulieren" "Das
Leponex vertragen sie ja ganz gut, das werden wir nochmal erhöhen."

Das hört man bei den Gesprächen, natürlich wird der Patient versuchen
über seine Probleme zu reden, nur wer will ihm schon zuhören?

Und malen kannst dann auch, bei Ergotherapie, nur für was? Ist auch nur
damit die nicht dauernd auf dem Zimmer rumliegen wenn die Putzfrau kommt.
Post by Bastiaan Zapf
Sicher, eine dauernde Neuroleptika-Behandlung ist keine angenehme Sache,
aber wer die Psychose bequemer findet, braucht ja keine Medikamente
nehmen.
Ach komm, das nimmt doch niemand freiwillig. Beim absetzen dreht man
durch, vor allem wenn man nicht weiss "wie" und dann liegt man wieder 3
Monate im Krankenbett und kommt nicht raus.

Ich schreib jetzt nix mehr, du kennst dich eben nicht aus :-)
Christian Kopp
2007-11-20 22:32:53 UTC
Post by Alkmene
Ich persönlich habe den Eindruck, daß man durch Neuroleptika und während
einer "psychotherapeutischen" Behandlung dümmer wird.
Naja so krass sollte man das nicht schreiben. Wenn man wie die meisten
anderen Leute auch, gleich nach der Schule das Arbeiten angefangen hat
und seitdem jeden Tag ins Büro fährt ist man zwar ein Fachidiot aber
kennt sich mit manchen Dingen nicht so gut aus.

Für die Dauerpatienten besteht so die möglichkeiten sich schlaue
Gedanken zu machen weil man viel Zeit dazu hat. Irgendwie so jedenfalls.

Was ich kenne ist dieses Depressive "Niedergeschlagen" sein vor allem
bei Hochdosierten Neuroleptika. Das ist dann wirklich ekelhaft, nicht
auszuhalten.

Meine Erfahrung ist jedenfalls, wenn man die Möglichkeit hat
Neuroleptika nur gering Dosiert zu nehmen kann es einem trotzdem ganz
gut gehen...


Gelesen hab ich mal das man echt dumm werden kann wenns einem dauernd
polarisieren. Ich meine wie in "Big Brother" äh 1984 oder so wo heute
Krieg gegen Ozeanien und morgen gegen Eurasien ist. Genau so kommts mir
beim Fernsehn auch vor. Gestern war Vioxx noch das TOP-Medikament, heute
ist es verboten das abzugeben. Oder plötzlich sind die Autos am
Klimawandel schuld, vorher war es die Kühlschrankisolierung und
Spraydosen. Morgen vielleicht die vielen Flugzeuge. Irgendwann kapiert
man gar nix mehr :-(
windchild
2007-11-20 19:22:40 UTC
Post by Bastiaan Zapf
Mein Mann hat schon seit seiner Jugend Schizophrenie und nimmt Leponex. Früher hat ihm diesses Neuroleptika sehr geholfen. Er konnte eine Lehre machen und auch 100% arbeiten. Aber seit einigen Jahren nützt es ihm nicht mehr und er nimmt immer mehr andere dazu und versucht wieder neue Medi aus, aber ohne Erfolg. Früher konnte er noch gut denken, heute nicht mehr... und was die vielen Neuroleptika und Antideppresiva in seiner Hirnaktivität auswirken, da habe ich keine Ahnung! Sein Arzt weis auch nicht Bescheid darüber... es geht einfach ums ausprobieren.... und seine Denkfähigkeit nimmt immer mehr ab... er ist jetzt 45. Manchmal denke ich, es geht den Aerzten mehr darum, dass die Familie noch irgendwie funktioniert, egal wie.
Ein UM, zwei A - "das Neuroleptikum" bildet den Plural genau wie
"Lexikon": nicht so wie im Deutschen.

Und: was soll man da noch sagen? Wenn das Medikament "nicht mehr hilft"
und nicht nur er das so sieht, sondern auch Aussenstehende, muß da
natürlich über das Absetzen nachgedacht werden, dann würde immerhin die
Nebenwirkungen zurückgehen.

Es ist aber auch bekannt, dass bei Psychosekranken im Laufe der Zeit die
"Positivsymptomatik" zurückgeht und die "Negativsymptomatik" stärker
wird. Das nur auf das Medikament zu schieben, halt ich für ziemlich albern.
--
Basti
Bastiaan Zapf
2007-11-20 19:25:17 UTC
Post by Bastiaan Zapf
Mein Mann hat schon seit seiner Jugend Schizophrenie und nimmt Leponex. Früher hat ihm diesses Neuroleptika sehr geholfen. Er konnte eine Lehre machen und auch 100% arbeiten. Aber seit einigen Jahren nützt es ihm nicht mehr und er nimmt immer mehr andere dazu und versucht wieder neue Medi aus, aber ohne Erfolg. Früher konnte er noch gut denken, heute nicht mehr... und was die vielen Neuroleptika und Antideppresiva in seiner Hirnaktivität auswirken, da habe ich keine Ahnung! Sein Arzt weis auch nicht Bescheid darüber... es geht einfach ums ausprobieren.... und seine Denkfähigkeit nimmt immer mehr ab... er ist jetzt 45. Manchmal denke ich, es geht den Aerzten mehr darum, dass die Familie noch irgendwie funktioniert, egal wie.
Ein UM, zwei A - "das Neuroleptikum" bildet den Plural genau wie
"Lexikon": nicht so wie im Deutschen.

Und: was soll man da noch sagen? Wenn das Medikament "nicht mehr hilft"
und nicht nur er das so sieht, sondern auch Aussenstehende, muß da
natürlich über das Absetzen nachgedacht werden, dann würde immerhin die
Nebenwirkungen zurückgehen.

Es ist aber auch bekannt, dass bei Psychosekranken im Laufe der Zeit die
"Positivsymptomatik" zurückgeht und die "Negativsymptomatik" stärker
wird, teilweise ist der Effekt sogar kurzfristig sichtbar: während eines
"Schubes" ist die Positivsymptomatik deutlich stärker als sonst. Das nur
auf das Medikament zu schieben, halt ich für ziemlich albern.
--
Basti
hydro
2007-12-02 17:40:07 UTC
Post by Bastiaan Zapf
Post by Alkmene
Mache mir derzeit Gedanken darüber, wie insbesondere hochpotente und
atypische Neuroleptika wirken.
Leider hat niemand eine umfassende Theorie von der Entstehung
psychischer Erkrankungen. Daher kann über die Funktionsweise von
Neuroleptika erstmal hauptsächlich spekuliert werden.
Ein "Brennpunkt" der Wirkung von Neuroleptika scheint bei
Serotoninempfindlichen Rezeptoren zu liegen, die oft auch bei der
Wirkung von Halluzinogenen Drogen beteiligt sind. Das KÖNNTE erklären,
warum Neroleptika gegen Psychosen helfen. Dooferweise erklärt das nicht,
warum nicht jedes Medikament bei jedem Patienten wirkt, was der
Opioid-Sigma-Rezeptor (dessen Stimulation eher psychoseartige Symptome
hervorruft als die von Dopaminrezeptoren - dooferweise leuchtet noch
viel weniger ein, was Neurleptika mit diesem Rezeptor zu tun haben
sollten) damit zu tun hat, was Toxoplasmose (erhöhte
Antikörperkonzentrationen bei Psychosepatienten, Symptome sind bei dafür
anfälligen Tieren und auch immungeschwächten Menschen psychoseartig)
damit zu tun hat usw.
Post by Alkmene
Ist man dann wirklich wieder bei
Verstand? Sind die Wahnideen und Halluzinationen, die Denkstörungen, das
Stimmenhören etc. wirklich alles weg oder zumindest gedämpft? Wirkt das
Zeug wirklich so wie es auf dem Beipackzettel steht (Verschwinden von
irrigen Überzeugungen und Trugwahrnehmungen etc.) oder dämpfen/sedieren
Neuroleptika nicht nur?
Dummerweise funktioniert nicht jedes Medikament bei jedem Patienten.
Dennoch, wenn ein Neuroleptikum wirkt, hilft es tatsächlich gegen den
Zustand, den man damit zu behandeln versucht - also gegen die Psychose,
inklusive der erwähnten Symptome, die unter diesem Begriff
zusammengefasst werden. Betroffene haben mir gegenüber davon berichtet,
dass sich ihre Situation tatsächlich gebessert hätte.
Die Nebenwirkungen sind natürlich relativ unangenehm, und insbesondere
die Tatsache, dass Neuroleptika auch "dämpfend" wirken, wurde oder wird
auch teilweise ge- oder mißbraucht. Beispielsweise würde ich sagen, dass
bei einem Patienten, der oft agitiert ist, deswegen nicht schlafen kann
oder seiner Umwelt auf den Wecker fällt, ein bißchen Dämpfung nicht
schaden kann. Das kann aber nicht das Ziel der Behandlung sein.
Mein Mann hat schon seit seiner Jugend Schizophrenie und nimmt Leponex. Früher hat ihm diesses Neuroleptika sehr geholfen. Er konnte eine Lehre machen und auch 100% arbeiten. Aber seit einigen Jahren nützt es ihm nicht mehr und er nimmt immer mehr andere dazu und versucht wieder neue Medi aus, aber ohne Erfolg. Früher konnte er noch gut denken, heute nicht mehr... und was die vielen Neuroleptika und Antideppresiva in seiner Hirnaktivität auswirken, da habe ich keine Ahnung! Sein Arzt weis auch nicht Bescheid darüber... es geht einfach ums ausprobieren.... und seine Denkfähigkeit nimmt immer mehr ab... er ist jetzt 45. Manchmal denke ich, es geht den Aerzten mehr darum, dass die Familie noch irgendwie funktioniert, egal wie.
Blöderweise treten die Nebenwirkungen sofort auf, und bis der
antipsychotische Effekt eintritt, kann es eine Weile (Wochen) dauern.
Oder das passiert überhaupt nicht. Oder es passiert, und man bemerkt es
selber nicht ("wieso wirkung? ist doch alles wie immer..."). Das mag bei
gewissen Personen dazu führen, dass sie den Eindruck gewinnen, dass
Neuroleptika nur wegen der sedierenden Wirkung eingesetzt werden.
Es ist aber im statistischen Mittel im Doppelblindversuch eine Wirkung
im Sinne einer Besserung der Psychose nachweisbar - sonst dürfte man
diese Medikamente in Deutschland gar nicht zu diesem Zweck einsetzen.
--
Basti
Ich habe mal eine Frage: Wieviele verschiedene Medikamente darf ein
Schizophrener bekommen? Gerade auch desshalb, weil die Wirkungen ja
nicht genügend erforscht sind.
Mein Mann nimmt momentan Leponex (seit er 13 Jahre alt ist), Lexotanil
(schon seit Jahren ! ) Trittiko und Lithium, das er jetzt abgebaut
hat. Neuere hat er auch ausprobiert, aber ohne Erfolg. Ob die Medi
schuld sind oder auch nicht, es geht ihm jedenfalls immer schlechter.
Gruss hydro
HJP
2007-12-02 17:54:15 UTC
hydro
Post by hydro
Wieviele verschiedene Medikamente darf ein
Schizophrener bekommen?
Das ist eine Frage der Art der Schizophrenie,
der Art der Medikamente und der Dosierung.
Post by hydro
Mein Mann nimmt momentan Leponex (seit er 13 Jahre alt ist),
Die Reaktion der Menschen auf Leponex ist verschieden.
Eingie ertragen das sehr gut, andere überhaupt nicht.
Post by hydro
Lexotanil (schon seit Jahren ! )
Dann erträgt er dies gut.
Wei gross ist die Dosos pro Tag ?
Post by hydro
Trittiko und Lithium, das er jetzt abgebaut
hat. Neuere hat er auch ausprobiert, aber ohne Erfolg.
Bedenkle, dass Medikamente da nichts heilen,
sondern bloss die Symptome lindern.
Post by hydro
Ob die Medi schuld sind oder auch nicht,
es geht ihm jedenfalls immer schlechter.
Dann müsste man da mal die Art der Schizophrenie
genauer ansehen. Denn der Begriff "Schizophrenie"
sagt nichts aus, da es zu viele verschiedene Arten
und Auslösemechanismen gibt.

Erst wenn der Auslösemechanusmus oder die Ursache
bekannt ist, kann dann überlagt werden, wie diese
Auslösemechanismen oder Ursachen entfernt oder
geheilt werden können.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
hydro
2007-12-03 12:30:08 UTC
Post by HJP
hydro
Post by hydro
Wieviele verschiedene Medikamente darf ein
Schizophrener bekommen?
Das ist eine Frage der Art der Schizophrenie,
der Art der Medikamente und der Dosierung.
Post by hydro
Mein Mann nimmt momentan Leponex (seit er 13 Jahre alt ist),
Die Reaktion der Menschen auf Leponex ist verschieden.
Eingie ertragen das sehr gut, andere überhaupt nicht.
Post by hydro
Lexotanil (schon seit Jahren ! )
Dann erträgt er dies gut.
Wei gross ist die Dosos pro Tag ?
Post by hydro
Trittiko und Lithium, das er jetzt abgebaut
hat. Neuere hat er auch ausprobiert, aber ohne Erfolg.
Bedenkle, dass Medikamente da nichts heilen,
sondern bloss die Symptome lindern.
Post by hydro
Ob die Medi schuld sind oder auch nicht,
es geht ihm jedenfalls immer schlechter.
Mein Mann hat die Diagnose Hebephrenie. Wir (Kinder und ich) haben uns überlegt, ob er nicht besser in einer Klinik die Medi abbauen könnte und evtl.weitere ausprobieren. Er möchte lieber zuhause bleiben, schafft es aber nicht mit abbauen. Ich vermute, dass das Lepenex bei ihm nicht die gewünschte Wirkung zeigt. Und dass die Medikamente nur die Symptome bekämpfen oder lindern, ist mir bekannt. Mit dem Alter (und wenn das Leponex nicht mehr wirkt) kommen halt immer mehr Symptome zum Vorschein. Erst kürzlich habe ich erfahren, dass mit der Diagnose Hebephrenie eine chronische Verschlechterung zu erwarten ist.
Uebrigens wäre ich froh, wenn ich mal Pause hätte mit Krankheit und
Medis..... und hoffe, er geht in eine Klinik.

Gruss Esther
Post by HJP
Dann müsste man da mal die Art der Schizophrenie
genauer ansehen. Denn der Begriff "Schizophrenie"
sagt nichts aus, da es zu viele verschiedene Arten
und Auslösemechanismen gibt.
Erst wenn der Auslösemechanusmus oder die Ursache
bekannt ist, kann dann überlagt werden, wie diese
Auslösemechanismen oder Ursachen entfernt oder
geheilt werden können.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Josshttp://www.hjp.ch/
HJP
2007-12-03 15:22:28 UTC
hydro
Post by HJP
Mein Mann hat die Diagnose Hebephrenie.
Das ist für dich nicht immer lustig.
Und für die Kinder auch nicht.

Will man eine Situation beurteilen,
muss das Wohl aller Beteiligten berücksichtigt werden.

Denn es ergibt keinen Sinn, wenn duch
die Belastung der Pflege des Kranken
die Angehörigen dann auch erkranken.

Auch muss vor allem hier das Wohl der sich in der
Enmtwifckling befindenen Kinder berücksichtigt werden.
Post by HJP
Wir (Kinder und ich) haben uns überlegt, ob er
nicht besser in einer Klinik die Medi abbauen könnte
Was hast du gegen die Medikamente ?
Die Medikamente erhöhen doch sein Sozalverhalten.
Oder tun sie dies nicht ?
Post by HJP
und evtl.weitere ausprobieren.
Zum "Ausprobieren" ist ein Klinikaufenthalt sowieso besser.
Hier hat es Spezialisten, welche die Medimentatation einstellen.
Post by HJP
Er möchte lieber zuhause bleiben,
schafft es aber nicht mit abbauen.
Das ist nicht die Frage, ob er abbauen will oder nicht.

Die Frage ist, inwieweit die Angehörigen
- in diesem Falle du und die Kinder -
sein Verhalten ertragen können.
Und wie lange.

Wenn ihr an der Grenze des Ertragbaren seid,
dann muss er in ein Pflegeheim gehen.

Zum Schutz von dir und den Kindern.

Denn sein Wohl kann nicht über dasjenige
seiner Frau und Kinder gestellt werden.

Eine Lösung einer Situatuin ist dann gut,
wenn sie *für alle* gut ist.
Nicht bloss für den Erkrankten.
Post by HJP
Ich vermute, dass das Lepenex bei ihm nicht
die gewünschte Wirkung zeigt.
Du hast mir immer noch nicht gesagt,
wie hoch die Tages-Dosis ist.

Bei einem Menschen, der Leponex gut erträgt,
wirkt Leponex allgemein beruhigend.
Mehr nicht.

Leponex kann auch "zur Verstärkung" anderer
Medikamente benutzt werden, so dass von denen
eine weniger hohe Dosierung notwendig ist.
Was Vorteile haben kann.

Aber -- dies kann nicht generell gesagt werden,
da - wie gesagt - die Menschen da verschieden reagieren,
und es Menschen gibt, die Leponex gar nicht ertragen.
Deshalb sind die Ärzte mit Leponex auch vorsichtig.
Post by HJP
Und dass die Medikamente nur die Symptome
bekämpfen oder lindern, ist mir bekannt.
Mit dem Alter (und wenn das Leponex nicht mehr wirkt)
kommen halt immer mehr Symptome zum Vorschein.
Wieder: Wie hoch ist die Dosis ?

Wenn die zu klein ist -- dann erhöhen.
Aber das muss dann unbedingt der behandelnde
Arzt entscheiden.
Post by HJP
Erst kürzlich habe ich erfahren, dass mit der
Diagnose Hebephrenie eine chronische
Verschlechterung zu erwarten ist.
Nehme ich auch an.
Deshalb stellt sich die Frage einer
Heimeinweisung sowieso früher oder später.
Post by HJP
Uebrigens wäre ich froh, wenn ich mal Pause hätte
mit Krankheit und Medis..... und hoffe,
er geht in eine Klinik.
Melde dich hier beim zuständigen Sozialamt.
Der Arzt sollte wissen, welches dies in eurer Gegend ist.

Auch gibt es Heime, die "Ferienpatienten" aufnehmen,
damit sich die Angehörigen erholen können.

Denn es ergibt keinen Sinn,
wenn am Schluss alle krank sind.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
hydro
2007-12-08 18:21:20 UTC
Post by HJP
hydro
Post by HJP
Mein Mann hat die Diagnose Hebephrenie.
Das ist für dich nicht immer lustig.
Und für die Kinder auch nicht.
Will man eine Situation beurteilen,
muss das Wohl aller Beteiligten berücksichtigt werden.
Denn es ergibt keinen Sinn, wenn duch
die Belastung der Pflege des Kranken
die Angehörigen dann auch erkranken.
Auch muss vor allem hier das Wohl der sich in der
Enmtwifckling befindenen Kinder berücksichtigt werden.
Post by HJP
Wir (Kinder und ich) haben uns überlegt, ob er
nicht besser in einer Klinik die Medi abbauen könnte
Was hast du gegen die Medikamente ?
Die Medikamente erhöhen doch sein Sozalverhalten.
Oder tun sie dies nicht ?
Post by HJP
und evtl.weitere ausprobieren.
Zum "Ausprobieren" ist ein Klinikaufenthalt sowieso besser.
Hier hat es Spezialisten, welche die Medimentatation einstellen.
Post by HJP
Er möchte lieber zuhause bleiben,
schafft es aber nicht mit abbauen.
Das ist nicht die Frage, ob er abbauen will oder nicht.
Die Frage ist, inwieweit die Angehörigen
- in diesem Falle du und die Kinder -
sein Verhalten ertragen können.
Und wie lange.
Wenn ihr an der Grenze des Ertragbaren seid,
dann muss er in ein Pflegeheim gehen.
Zum Schutz von dir und den Kindern.
Denn sein Wohl kann nicht über dasjenige
seiner Frau und Kinder gestellt werden.
Eine Lösung einer Situatuin ist dann gut,
wenn sie *für alle* gut ist.
Nicht bloss für den Erkrankten.
Post by HJP
Ich vermute, dass das Lepenex bei ihm nicht
die gewünschte Wirkung zeigt.
Du hast mir immer noch nicht gesagt,
wie hoch die Tages-Dosis ist.
Bei einem Menschen, der Leponex gut erträgt,
wirkt Leponex allgemein beruhigend.
Mehr nicht.
Leponex kann auch "zur Verstärkung" anderer
Medikamente benutzt werden, so dass von denen
eine weniger hohe Dosierung notwendig ist.
Was Vorteile haben kann.
Aber -- dies kann nicht generell gesagt werden,
da - wie gesagt - die Menschen da verschieden reagieren,
und es Menschen gibt, die Leponex gar nicht ertragen.
Deshalb sind die Ärzte mit Leponex auch vorsichtig.
Post by HJP
Und dass die Medikamente nur die Symptome
bekämpfen oder lindern, ist mir bekannt.
Mit dem Alter (und wenn das Leponex nicht mehr wirkt)
kommen halt immer mehr Symptome zum Vorschein.
Wieder: Wie hoch ist die Dosis ?
Wenn die zu klein ist -- dann erhöhen.
Aber das muss dann unbedingt der behandelnde
Arzt entscheiden.
Post by HJP
Erst kürzlich habe ich erfahren, dass mit der
Diagnose Hebephrenie eine chronische
Verschlechterung zu erwarten ist.
Nehme ich auch an.
Deshalb stellt sich die Frage einer
Heimeinweisung sowieso früher oder später.
Post by HJP
Uebrigens wäre ich froh, wenn ich mal Pause hätte
mit Krankheit und Medis..... und hoffe,
er geht in eine Klinik.
Melde dich hier beim zuständigen Sozialamt.
Der Arzt sollte wissen, welches dies in eurer Gegend ist.
Auch gibt es Heime, die "Ferienpatienten" aufnehmen,
damit sich die Angehörigen erholen können.
Denn es ergibt keinen Sinn,
wenn am Schluss alle krank sind.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Josshttp://www.hjp.ch/
Danke für Deine Hilfe...also die Tagesdosis der Medikamente ist:
Clopin (Früher 150 mg) 600 mg/Tag, Lexotanil 6Mg/Tag, und Trittico
250 mg/Tag. Früher hatte er nur Leponex. Und Zuhause ist es so, weil
er den Schlüssel zu dem Medischrank hat, hat er mit den Jahren eine
immer höhere Dosis genommen, wenn es ihm nicht gerade gut ging.
Und ja, wir sind alle überfordert mit seiner Pflege... wenn er in der
Klinik ist, werden wir sehen, wies weitergeht. Nur sind seine
Verwandten nicht gerade eine Unterstützung für mich!!

Gruss Esther
HJP
2007-12-08 19:25:11 UTC
hydro
Post by hydro
Clopin (Früher 150 mg) 600 mg/Tag,
Das ist viel zu viel.
300 mg ist die höchste Tagesdosis
bei der die Nebenwirkungen nich zu gravierend sind.

Bei Tagesdosen über 450 mg können vermehrt
Nebenwirkungen (insbesondere Krampfanfälle) auftreten.
Post by hydro
Lexotanil 6Mg/Tag,
Wenn der Arzt das auch gut findet, kann hier
die Dosis schon auf 12 mg erhöht werden.
Dafür das Clopin auf die Hälfte oder auf einen Vierte.
Post by hydro
Trittico 250 mg/Tag.
Diese Dosis ist nicht zu hoch.
Darf aber nicht über 300 mg erhöht werden.
Post by hydro
Früher hatte er nur Leponex.
OK.
Das sollte auch reichen.

Diese Medikamente heilen Depressionen nicht.
Um die medikamente abbauen zu können, müssten
die Ursachen der Depression gesucht und
beseitigt werden. Geschieht das nicht, dann
wird die Depression immer vorherrschender und
die Erhöhuhng der Medikamente unumgänglich.

Also - Die Situation wird immer wie schlimmer.
Post by hydro
Und Zuhause ist es so, weil er den Schlüssel
zu dem Medischrank hat, hat er mit den Jahren
eine immer höhere Dosis genommen, wenn es ihm
nicht gerade gut ging.
Wenn er nicht seler mit Medikalmenten
verantwortungsvoll umgehen kann, dann muss
der Artzt die Ausgabe anders regeln.

Das lässt sich regeln, indem die Apotheke
oder jemand anderes die Medikamente alle Tage
oder so alle zwei oder drei Tage für
exakt diese Zeit ausgibt.
Post by hydro
Und ja, wir sind alle überfordert mit seiner Pflege...
Das ist - wenn dies länger dauert - nicht verwunderlich.
Post by hydro
wenn er in der Klinik ist, werden wir sehen, wies weitergeht.
Das könnte - vor allem wei die Cloziapin-Dosis
viel zu hoch ist, sehr gut sein.
Post by hydro
Nur sind seine Verwandten nicht
gerade eine Unterstützung für mich!!
Vorschlag :

Könnte dein Mann mal so Zeitweise zu diesen
Verwandten in die Ferien gehen ?

Das hätte zwei Vorteile:

Erstens entlastet dies dich
Zweitens lernen die Verwandten aus Erfahrung,
wie sich so eine Pflege praktisch "anfühlt."

--------

Das Wichtigste wäre - Die Depression
deines Mannes genauer anzusehen und diese
mit Gegenmasnahmen zu mindern zu versuchen.

Aber das müsste dein Mann auch selber wollen.
Viele Depressive lieben ihre eigene Depression
und wollen diese gar nicht echt weg haben.
Und dann ist eine Therapie sinnlos.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
hydro
2007-12-09 14:06:14 UTC
Post by HJP
hydro
Post by hydro
Clopin (Früher 150 mg) 600 mg/Tag,
Das ist viel zu viel.
300 mg ist die höchste Tagesdosis
bei der die Nebenwirkungen nich zu gravierend sind.
Bei Tagesdosen über 450 mg können vermehrt
Nebenwirkungen (insbesondere Krampfanfälle) auftreten.
Post by hydro
Lexotanil 6Mg/Tag,
Wenn der Arzt das auch gut findet, kann hier
die Dosis schon auf 12 mg erhöht werden.
Dafür das Clopin auf die Hälfte oder auf einen Vierte.
Post by hydro
Trittico 250 mg/Tag.
Diese Dosis ist nicht zu hoch.
Darf aber nicht über 300 mg erhöht werden.
Post by hydro
Früher hatte er nur Leponex.
OK.
Das sollte auch reichen.
Diese Medikamente heilen Depressionen nicht.
Um die medikamente abbauen zu können, müssten
die Ursachen der Depression gesucht und
beseitigt werden. Geschieht das nicht, dann
wird die Depression immer vorherrschender und
die Erhöhuhng der Medikamente unumgänglich.
Also - Die Situation wird immer wie schlimmer.
Post by hydro
Und Zuhause ist es so, weil er den Schlüssel
zu dem Medischrank hat, hat er mit den Jahren
eine immer höhere Dosis genommen, wenn es ihm
nicht gerade gut ging.
Wenn er nicht seler mit Medikalmenten
verantwortungsvoll umgehen kann, dann muss
der Artzt die Ausgabe anders regeln.
Das lässt sich regeln, indem die Apotheke
oder jemand anderes die Medikamente alle Tage
oder so alle zwei oder drei Tage für
exakt diese Zeit ausgibt.
Post by hydro
Und ja, wir sind alle überfordert mit seiner Pflege...
Das ist - wenn dies länger dauert - nicht verwunderlich.
Post by hydro
wenn er in der Klinik ist, werden wir sehen, wies weitergeht.
Das könnte - vor allem wei die Cloziapin-Dosis
viel zu hoch ist, sehr gut sein.
Post by hydro
Nur sind seine Verwandten nicht
gerade eine Unterstützung für mich!!
Könnte dein Mann mal so Zeitweise zu diesen
Verwandten in die Ferien gehen ?
Erstens entlastet dies dich
Zweitens lernen die Verwandten aus Erfahrung,
wie sich so eine Pflege praktisch "anfühlt."
--------
Das Wichtigste wäre - Die Depression
deines Mannes genauer anzusehen und diese
mit Gegenmasnahmen zu mindern zu versuchen.
Aber das müsste dein Mann auch selber wollen.
Viele Depressive lieben ihre eigene Depression
und wollen diese gar nicht echt weg haben.
Und dann ist eine Therapie sinnlos.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Josshttp://www.hjp.ch/
Ich weis nicht, ob man dem Deppressionen sagen kann. Sein Arzt meint,
ich müsse aufpassen, dass er nicht noch mehr psychotisch wird....ich
verstehe darunter, dass er noch weniger überlegen und denken kann.
(Wie jeweils in den Ferien). Eine Hilfe ist der Arzt nur für meinen
Mann. Man sollte gerade bei solchen Kranken auslotsen, was möglich ist
und was nicht..wie Du schon angedeutet hast. Ich bin froh, kann ich
hier meine Fragen stellen.
Vielen Dank
Esther
HJP
2007-12-09 15:56:01 UTC
hydro
Post by hydro
Ich weis nicht, ob man dem Deppressionen sagen kann.
Stimmt.
Ich war da unexakt.
Ich sagte dies auf Grund der Medikamentation.
Post by hydro
Sein Arzt meint, ich müsse aufpassen,
dass er nicht noch mehr psychotisch wird....
Wie ?
Auf welche Art sollst du da aufpassen ?
*Er* schluckt die Medikamente und ist jetzt
von denen abhängig. Das sind alles sedierende
Medikamente, die das Denken "runterschalten".

Das ist doch für dich glattweg eine Überforderung.
Wie sollst du denn da aufpassen ?
Er schluckt die Überdosos Medikamente. Nicht du.
Wie stellt sich das der Arzt da vor ?
Post by hydro
ich verstehe darunter, dass er noch weniger
überlegen und denken kann.
Logisch.

Bei dieser Menge an Medikamenten liegt das
auch nicht mehr so gut drin.

Das ist ein sich aufschaukelnder Teufelskreis.

je mehr er psychotisch wird
- desto mehr Medikamente benötigt er
Je mehr Medikamente er nimmt
- desto weniger kann er überlegen und denken.
Je weniger er denken kann,
- desto psychogischer wird er
Je psychotischer er wird -
- destp mehr Medikamente benötigt er ....

usw..
Post by hydro
(Wie jeweils in den Ferien).
Eine Hilfe ist der Arzt nur für meinen Mann.
Auf Kosten von dir und deiner eigenen seelischen Gesundheit.

Wenn das so weitergeht, benötigst du bald auch einen Arzt,
der deir Lexaotanil und ähnliches verschreibt, damit du
das alles weiterhin aushalten kannst.

Am Schluss ist die gesamte Familie
von Medikamenten abhängig.

---------------

Hier eine sehr direkte und indiskrete Frage:

Schluckst du auch bereits Medikamente,
damit du die Situation überhaupt noch ertragen kannst ?
Post by hydro
Man sollte gerade bei solchen Kranken auslotsen,
was möglich ist und was nicht..
Und man darf dabei keineswegs die Bedürfnisse
der Erkrankten über die Bedürfnisse der
- noch - Gesunden stellen.

Sonst sind am Schluss alle seelisch krank
und schlucken alle Psycho-Medikamente.
Post by hydro
wie Du schon angedeutet hast.
Ich bin froh, kann ich hier meine Fragen stellen.
Wenn der Arzt nichs anderes kann, als immer
höhere Mengen an Medikamenten zu verschreiben,
dann handelt dieser Arzt deinem Mann gegenüber
auch nicht besonders Verantwortungsvoll.

Denn das Aufschaukelnde der Situation muss er wissen.
Wenn das so weitergeht, bist auch du bald Patient.

Das Müdesdte, was ein Arzt da machen kann,
ist immer höhere Dosen an Medikamenten verschreiben.
Daduch wird sein Patient aber nicht gesund.
Sondern immer wie kränker.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
hydro
2007-12-09 19:23:05 UTC
Post by HJP
hydro
Post by hydro
Ich weis nicht, ob man dem Deppressionen sagen kann.
Stimmt.
Ich war da unexakt.
Ich sagte dies auf Grund der Medikamentation.
Post by hydro
Sein Arzt meint, ich müsse aufpassen,
dass er nicht noch mehr psychotisch wird....
Wie ?
Auf welche Art sollst du da aufpassen ?
*Er* schluckt die Medikamente und ist jetzt
von denen abhängig. Das sind alles sedierende
Medikamente, die das Denken "runterschalten".
Das ist doch für dich glattweg eine Überforderung.
Wie sollst du denn da aufpassen ?
Er schluckt die Überdosos Medikamente. Nicht du.
Wie stellt sich das der Arzt da vor ?
Post by hydro
ich verstehe darunter, dass er noch weniger
überlegen und denken kann.
Logisch.
Bei dieser Menge an Medikamenten liegt das
auch nicht mehr so gut drin.
Das ist ein sich aufschaukelnder Teufelskreis.
je mehr er psychotisch wird
- desto mehr Medikamente benötigt er
Je mehr Medikamente er nimmt
- desto weniger kann er überlegen und denken.
Je weniger er denken kann,
- desto psychogischer wird er
Je psychotischer er wird -
- destp mehr Medikamente benötigt er ....
usw..
Post by hydro
(Wie jeweils in den Ferien).
Eine Hilfe ist der Arzt nur für meinen Mann.
Auf Kosten von dir und deiner eigenen seelischen Gesundheit.
Wenn das so weitergeht, benötigst du bald auch einen Arzt,
der deir Lexaotanil und ähnliches verschreibt, damit du
das alles weiterhin aushalten kannst.
Am Schluss ist die gesamte Familie
von Medikamenten abhängig.
---------------
Schluckst du auch bereits Medikamente,
damit du die Situation überhaupt noch ertragen kannst ?
Post by hydro
Man sollte gerade bei solchen Kranken auslotsen,
was möglich ist und was nicht..
Und man darf dabei keineswegs die Bedürfnisse
der Erkrankten über die Bedürfnisse der
- noch - Gesunden stellen.
Sonst sind am Schluss alle seelisch krank
und schlucken alle Psycho-Medikamente.
Post by hydro
wie Du schon angedeutet hast.
Ich bin froh, kann ich hier meine Fragen stellen.
Wenn der Arzt nichs anderes kann, als immer
höhere Mengen an Medikamenten zu verschreiben,
dann handelt dieser Arzt deinem Mann gegenüber
auch nicht besonders Verantwortungsvoll.
Denn das Aufschaukelnde der Situation muss er wissen.
Wenn das so weitergeht, bist auch du bald Patient.
Das Müdesdte, was ein Arzt da machen kann,
ist immer höhere Dosen an Medikamenten verschreiben.
Daduch wird sein Patient aber nicht gesund.
Sondern immer wie kränker.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Josshttp://www.hjp.ch/
Medikamente schlucke ich nicht... trinke auch keinen Alkohol und
rauche nicht...aber meine drei Kinder rauchen.
Du hast natürlich recht...oft ist es zuviel, klar. Besonders auch,
wenn man so nette Freunde hat, die keine Ahnung haben. Und seit kurzer
Zeit gehe ich auch zu einer Psychiaterin, die weis etwas mehr als
gewöhnliche Aerzte und wird sich auch einsetzen, wenn es nötig wird.
Somit habe ich also Hilfe.... und was sind die nächsten Fragen..?
hydro
2007-12-10 10:13:19 UTC
Post by hydro
Post by HJP
hydro
Post by hydro
Ich weis nicht, ob man dem Deppressionen sagen kann.
Stimmt.
Ich war da unexakt.
Ich sagte dies auf Grund der Medikamentation.
Post by hydro
Sein Arzt meint, ich müsse aufpassen,
dass er nicht noch mehr psychotisch wird....
Wie ?
Auf welche Art sollst du da aufpassen ?
*Er* schluckt die Medikamente und ist jetzt
von denen abhängig. Das sind alles sedierende
Medikamente, die das Denken "runterschalten".
Das ist doch für dich glattweg eine Überforderung.
Wie sollst du denn da aufpassen ?
Er schluckt die Überdosos Medikamente. Nicht du.
Wie stellt sich das der Arzt da vor ?
Post by hydro
ich verstehe darunter, dass er noch weniger
überlegen und denken kann.
Logisch.
Bei dieser Menge an Medikamenten liegt das
auch nicht mehr so gut drin.
Das ist ein sich aufschaukelnder Teufelskreis.
je mehr er psychotisch wird
- desto mehr Medikamente benötigt er
Je mehr Medikamente er nimmt
- desto weniger kann er überlegen und denken.
Je weniger er denken kann,
- desto psychogischer wird er
Je psychotischer er wird -
- destp mehr Medikamente benötigt er ....
usw..
Post by hydro
(Wie jeweils in den Ferien).
Eine Hilfe ist der Arzt nur für meinen Mann.
Auf Kosten von dir und deiner eigenen seelischen Gesundheit.
Wenn das so weitergeht, benötigst du bald auch einen Arzt,
der deir Lexaotanil und ähnliches verschreibt, damit du
das alles weiterhin aushalten kannst.
Am Schluss ist die gesamte Familie
von Medikamenten abhängig.
---------------
Schluckst du auch bereits Medikamente,
damit du die Situation überhaupt noch ertragen kannst ?
Post by hydro
Man sollte gerade bei solchen Kranken auslotsen,
was möglich ist und was nicht..
Und man darf dabei keineswegs die Bedürfnisse
der Erkrankten über die Bedürfnisse der
- noch - Gesunden stellen.
Sonst sind am Schluss alle seelisch krank
und schlucken alle Psycho-Medikamente.
Post by hydro
wie Du schon angedeutet hast.
Ich bin froh, kann ich hier meine Fragen stellen.
Wenn der Arzt nichs anderes kann, als immer
höhere Mengen an Medikamenten zu verschreiben,
dann handelt dieser Arzt deinem Mann gegenüber
auch nicht besonders Verantwortungsvoll.
Denn das Aufschaukelnde der Situation muss er wissen.
Wenn das so weitergeht, bist auch du bald Patient.
Das Müdesdte, was ein Arzt da machen kann,
ist immer höhere Dosen an Medikamenten verschreiben.
Daduch wird sein Patient aber nicht gesund.
Sondern immer wie kränker.
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Josshttp://www.hjp.ch/
Medikamente schlucke ich nicht... trinke auch keinen Alkohol und
rauche nicht...aber meine drei Kinder rauchen.
Du hast natürlich recht...oft ist es zuviel, klar. Besonders auch,
wenn man so nette Freunde hat, die keine Ahnung haben. Und seit kurzer
Zeit gehe ich auch zu einer Psychiaterin, die weis etwas mehr als
gewöhnliche Aerzte und wird sich auch einsetzen, wenn es nötig wird.
Somit habe ich also Hilfe.... und was sind die nächsten Fragen..?
Aber vielen Dank. Ich habe hier einige Fragen klären können und auch
für zukünftige Aerzte eine Kopie gemacht.
Und auch für meine Verwandten. Es war sehr hilfsreich.
Gruss Esther
HJP
2007-12-10 11:23:53 UTC
hydro
Post by hydro
Aber vielen Dank. Ich habe hier einige Fragen klären
können und auch für zukünftige Aerzte eine Kopie gemacht.
Gut.
Post by hydro
Und auch für meine Verwandten.
Es war sehr hilfsreich.
Das freut mich.

Wenn du weitere Fragen oder Prbleme hast, dann frage.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
HJP
2007-12-10 11:22:12 UTC
hydro
Post by hydro
Medikamente schlucke ich nicht...
trinke auch keinen Alkohol und rauche nicht...
Dsa ist gut.
Post by hydro
Du hast natürlich recht...
oft ist es zuviel, klar.
Des Menschen Kraft ist beschränkt.

Ich kenen viele liebe, gutherzige Menschen,
die ihre erkrankten angehörigen pflegten und
- wenn dies zu lange dauerte - ihrer Kraft nicht
mehr reichte und sie daran zerbrachen.
Post by hydro
Und seit kurzer Zeit gehe ich auch zu einer Psychiaterin,
Das ist ein Alarm-Zeichen.

Du bist nich mehr im Bereich deier vollen
seelischen Stabilität. Wenn du nich zu dieser
deiner seelischen Stabilität zurückfindest,
dann kommen dann die medikalmente,
und dann immer wie mehr ...
usw.
Post by hydro
die weis etwas mehr als gewöhnliche Aerzte und
wird sich auch einsetzen, wenn es nötig wird.
Gut.
Post by hydro
Somit habe ich also Hilfe....
und was sind die nächsten Fragen..?
Schlldere, wo deine wichtigen Probleme liegen.
die du nicht selber oder nicht mit anderen
zusammenmit lösen kannst.

Dan versuche ich, dir zu helfen.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
Pat
2007-12-10 16:51:41 UTC
Post by HJP
Post by hydro
Und seit kurzer Zeit gehe ich auch zu einer Psychiaterin,
Das ist ein Alarm-Zeichen.
Du bist nich mehr im Bereich deier vollen
seelischen Stabilität.
Was ist daran, wenn sie sich dort Hilfe holt, wo sie angeboten wird?
Natürlich kommt es sehr auf die Person an. Aber sie ist erwachsen,
hat Erfahrung mit dieser Berufsklasse und kann das sicher besser
beurteilen als jeder per Ferndiagnose hier.
Post by HJP
Wenn du nich zu dieser
deiner seelischen Stabilität zurückfindest,
dann kommen dann die medikalmente,
und dann immer wie mehr ...
Kein Ahnung, wie Du darauf kommst. Wer A sagt, muss nicht B sagen.
Er kann auch erkennen, dass A falsch war. Und es beim nächsten
Hilfsangebot versuchen. "Selbst ist der Mann" ist
(geschlechtsunabhängig) nur solange eine gute Idee, wie man seine
Grenzen einschätzen kann. Sonst ist es bloß dumm. Es ist nur
vernünftig, sich Unterstützung zu holen, und zwar bevor es soweit ist,
dass man eine Sache nicht mehr selbst stemmen kann.
Post by HJP
Post by hydro
Somit habe ich also Hilfe....
und was sind die nächsten Fragen..?
Schlldere, wo deine wichtigen Probleme liegen.
die du nicht selber oder nicht mit anderen
zusammenmit lösen kannst.
Dan versuche ich, dir zu helfen.
Ich hoffe, dass auch Du davon ausgehst, dass Deine Hilfe andere
Hilfsangebote nicht ersetzt, sondern bestenfalls nur ergänzen kann und
dass Dein Rat nicht immer und zwingend besser ist als der eines
Therapeuten.

Ich habe genaue die Zahl nicht mehr im Kopf, aber so um die 20-30% der
Deutschen war schon mal länger beim Psychiater. Nur eine sehr kleine
Zahl davon bleibt es dauerhaft. Wenn die Schreiberin sich die dort
angebotene Hilfe holt, ist es keine gute Idee, ihr dabei Knüppel
zwischen die Beine zu werfen, nur weil eine nochmals viel kleinere
Zahl damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat oder sogar hier
rumzuorakeln, das müsse in dauerhafter Medikamentenabhängigkeit enden.

Bei keinem Arzt kann man sicher sein, dass man gut fährt, wenn man
immer nur "Ja" und "Amen" sagt. Auch hat die Psychiatrie eine recht
fragwürdige Geschichte, die noch lange nicht zu Ende ist. Aber die
Schreiberin macht nicht den Eindruck, als wäre sie nicht in der Lage,
selbst zu merken und zu entscheiden, was ihr in ihrer Lage nutzt.
HJP
2007-12-10 18:26:01 UTC
Pat
Post by Pat
Post by HJP
Post by hydro
Und seit kurzer Zeit gehe ich auch zu einer Psychiaterin,
Das ist ein Alarm-Zeichen.
Du bist nich mehr im Bereich deier vollen
seelischen Stabilität.
Was ist daran, wenn sie sich dort Hilfe holt,
wo sie angeboten wird?
Das Problem ist, dass sie überhaupt Hilfe benötigt.
Post by Pat
Natürlich kommt es sehr auf die Person an.
Aber sie ist erwachsen, hat Erfahrung mit dieser
Berufsklasse und kann das sicher besser
beurteilen als jeder per Ferndiagnose hier.
Von wem redest du jetzt ?
Von Psychiater ?
Post by Pat
Post by HJP
Wenn du nich zu dieser
deiner seelischen Stabilität zurückfindest,
dann kommen dann die medikalmente,
und dann immer wie mehr ...
Kein Ahnung, wie Du darauf kommst.
Macht nichst.
Ich ahbe ja nich dir geantwortet.
Du musst das nicht verstehen.

Wennd du mir Fragen stellst, dann werde
ich versuchen, dir so zu antworten,
damit du meine Antworten verstehst.
Post by Pat
Wer A sagt, muss nicht B sagen.
Er kann auch erkennen, dass A falsch war.
Was willst du ?

Du hast offenbar komplexere Probleme.
Sonst würdest du nich solches sagen.
Post by Pat
Post by HJP
Post by hydro
Somit habe ich also Hilfe....
und was sind die nächsten Fragen..?
Schlldere, wo deine wichtigen Probleme liegen.
die du nicht selber oder nicht mit anderen
zusammenmit lösen kannst.
Dan versuche ich, dir zu helfen.
Ich hoffe, dass auch Du davon ausgehst,
dass Deine Hilfe andere Hilfsangebote nicht ersetzt,
Wenn du Probleme und Fragen hast, die dir
niemand beantworetet, dann kannst du mich fragen.
Ich versuche dann zu antsorten.

Bekommst du Hilfe von anderer Seite,
dann besteht keine Begründung, mich zu fragen.
Post by Pat
Ich habe genaue die Zahl nicht mehr im Kopf,
aber so um die 20-30% der Deutschen war schon mal
länger beim Psychiater.
Was gehen dich die andere an ?

Ich habe keine Lust, mit dir über Preobleme
zu diskutieren, die du nicht hast.

Du hast genug eigene Probleme.

Hast du Fragen, die dir niemand beantwortet, dann frage.
Aber ich bin nich bereit, mit dir über andere
Personen zu diskutieren.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
Pat
2007-12-10 20:40:02 UTC
Post by HJP
Wennd du mir Fragen stellst, dann werde
ich versuchen, dir so zu antworten,
damit du meine Antworten verstehst.
Ich habe *Dir* keine Fragen gestellt. Ich besaß die Unverfrorenheit,
Deine Antwort zu kommentieren.
Post by HJP
Post by Pat
Wer A sagt, muss nicht B sagen.
Er kann auch erkennen, dass A falsch war.
Was willst du ?
Du hast offenbar komplexere Probleme.
Sonst würdest du nich solches sagen.
Das hat einer so in ein Buch geschrieben und die Leute kaufen das. Du
solltest Dich vielleicht nicht an mich wenden. Tipp: Es war ein
bekannter deutscher Schriftsteller, Geburtsort Augsburg. Über seine
"offenbar komplexeren Probleme" kann ich leider nichts sagen und ihn
wird es nicht arg interessieren, denn er ist schon eine ganze Weile
mausetot.

Er hat übrigens auch gedichtet: "Hier [ist] ein Ort, wo man zufrieden
ist, dass drüber Sterne sind / und drunter Mist. [..] Dies [ist] ein
Ort, wo man / selbst in der Hochzeitsnacht allein sein kann". Also
rundweg ein kluger Mensch, denn das ist über's Klo. Eine Wachstation
hat er aber wohl nie gesehen, da stimmt das nicht. Andere haben
weniger Glück gehabt.
Post by HJP
Was gehen dich die andere an ?
Ich habe keine Lust, mit dir über Preobleme
zu diskutieren, die du nicht hast.
Du hast genug eigene Probleme.
Wenigstens habe ich jetzt auch meine fachkundige Ferndiagnose weg, die
"komplexeren" von den Problemen gingen ja woanders hin. Danke, das war
sehr schnell und zutreffend. Schick' die Rechnung an meine Kasse, bei
den übrigen fällt das nicht groß auf.

Ich werde übrigens nie verstehen, wie jemand bei einem solchen Thema
es tatsächlich für eine gute Idee halten kann, jemandem so abwertend
vorzuwerfen, er habe nichts zu melden, denn er habe Probleme. Solche
Tritte kriegen zu viele Leute viel zu oft ab. Es wäre besser, nicht
bei nächstbester Gelegenheit mit dem möglicherweise Nächstschwächeren
dieselbe üble Veranstaltung zu versuchen, die die mit einem
machen. Das macht keinen guten Eindruck, nicht nur wenn's mal nicht
klappt.
Post by HJP
Hast du Fragen, die dir niemand beantwortet, dann frage.
Aber ich bin nich bereit, mit dir über andere
Personen zu diskutieren.
Dir muss was entgangen sein: Ich habe keine Fragen an Dich, auch nicht
gehabt. Ich habe die Antwort kommentiert, die Du gegeben hast und
meine abweichende Meinung deutlich gesagt und zwar nicht nur Dir. Hier
ist eine Diskussions*gruppe* und ich fand, dass ich da etwas dazu zu
sagen habe.

Ich habe Dich auch nicht insgesamt runtergemcht, sondern eine
Teilaussage recht deutlich kritisiert. Deine Antwort war dann eine
pauschale Gesamt-Runtermache. Es ist mir deshalb inzwischen auch
lieber, wenn Du Deine Meinung für etwas hältst, über das es keine
Diskussion geben darf und damit basta. Mein Diskussionsbedarf ist
gedeckt. Inhaltlich hast Du ja nirgends widersprochen.

Ich fürchte aber, auch das Usenet ist keine Wunschveranstaltung, in
dem Du nur die Kommentare bekommst, die Dir gefallen. Wenn Du es
wirklich nicht verträgst, andere Meinungen hören zu müssen, wäre
eventuell ein Klo wirklich der schönere Platz. Aber keinen Laptop
mitnehmen, sonst wird das nichts.
n***@mailinator.com
2007-12-10 21:00:36 UTC
Post by HJP
Ich habe keine Lust, mit dir über Preobleme
zu diskutieren, die du nicht hast.
Du hast genug eigene Probleme.
Psychogewäsch; lass dir das Quicklet auf der Zunge zergehen...
Und dann die unerträglichen Ehestuten, die dauernd ihre Männer blamieren
und sonst nichts können. Ich glaub, meine Tastatur ist abwaschbar.

Muss es in Deutschland immer so laufen, dass alles in Ordnung und nichts
in Ordnung ist?
--
Ich wehre mich gegen sozialen Mord
HJP
2007-12-10 21:15:18 UTC
Post by n***@mailinator.com
Post by HJP
Ich habe keine Lust, mit dir über Preobleme
zu diskutieren, die du nicht hast.
Du hast genug eigene Probleme.
Psychogewäsch
Kaum.
Post by n***@mailinator.com
Und dann die unerträglichen Ehestuten,
die dauernd ihre Männer blamieren
und sonst nichts können.
Hast du so eine "unerträgliche Ehestute" erlebt ?
Leidest du schwer darunter ?
Post by n***@mailinator.com
Muss es in Deutschland immer so laufen,
dass alles in Ordnung und nichts in Ordnung ist?
Das ist auch nicht wichtig.

Aber dass du in Frieden mit deiner eigenen
Vergangenheit leben könntest --- das wäre schön.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
HJP
2007-12-10 21:20:22 UTC
Pat
Post by Pat
Das hat einer so in ein Buch geschrieben
Viele schreien Bücher.
Ist nichts besonderes.
Post by Pat
... denn er ist schon eine ganze Weile mausetot.
OK.
Dann ist das auch jetzt nicht wichtig.
Post by Pat
"Hier [ist] ein Ort, wo man zufrieden ist,"
Und ?
Bist du an so einem Ort ?
Post by Pat
Ich habe keine Fragen an Dich,
OK

Wenn du eine Frage hast, dann melde dich.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
Pat
2007-12-11 23:23:48 UTC
Post by HJP
Pat
Post by Pat
Ich habe keine Fragen an Dich,
OK
Wenn du eine Frage hast, dann melde dich.
Ok. Das verstehe ich als kleines Hilfs- und damit auch
Friedensangebot. Wenn es so gemeint war, ist es angekommen. Mir ging
es nur um die eine Sache (Hilfe holen), in der ich eine deutlich
andere Meinung habe (soll es ja geben), den Rest fand ich ganz gut,
soweit ich mitgelesen habe.
HJP
2007-12-12 11:42:54 UTC
Pat
Post by HJP
Wenn du eine Frage hast, dann melde dich.
Ok.
Wenn du eine *ernsthafte Frage* hast, die *dich selber* betrifft,
werde dich dich ernst nehmen und dir antworten.
Mir ging es nur um die eine Sache (Hilfe holen),
Nein.

Dir ging es bloss darum, dich künstlich wichtig zu machen.
Du suchst eizig und allein dich selber.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
Pat
2007-12-12 19:47:05 UTC
Post by HJP
Du suchst eizig und allein dich selber.
Diese platteste aller vollplatten Platttaucher-Plattitüden hat ihre
passende megaplatte Platt-Antwort verdient:

<mode="salbungsvoll"> "Ja sind wir denn nicht alle Suchende?" </mode>

Schöne Zeit noch =:)
HJP
2007-12-12 20:39:49 UTC
Pat
Post by Pat
Post by HJP
Du suchst eizig und allein dich selber.
Diese platteste aller vollplatten
Platttaucher-Plattitüden hat ihre
passende megaplatte Platt-Antwort
OK

Schuss ins Schwarze.
Post by Pat
"Ja sind wir denn nicht alle Suchende?"
Du bist kein Suchender.

Du siehst - ich kenne dich schon recht gut.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
hydro
2007-12-11 11:09:08 UTC
Post by Pat
Post by HJP
Post by hydro
Und seit kurzer Zeit gehe ich auch zu einer Psychiaterin,
Das ist ein Alarm-Zeichen.
Du bist nich mehr im Bereich deier vollen
seelischen Stabilität.
Was ist daran, wenn sie sich dort Hilfe holt, wo sie angeboten wird?
Natürlich kommt es sehr auf die Person an. Aber sie ist erwachsen,
hat Erfahrung mit dieser Berufsklasse und kann das sicher besser
beurteilen als jeder per Ferndiagnose hier.
Post by HJP
Wenn du nich zu dieser
deiner seelischen Stabilität zurückfindest,
dann kommen dann die medikalmente,
und dann immer wie mehr ...
Kein Ahnung, wie Du darauf kommst. Wer A sagt, muss nicht B sagen.
Er kann auch erkennen, dass A falsch war. Und es beim nächsten
Hilfsangebot versuchen. "Selbst ist der Mann" ist
(geschlechtsunabhängig) nur solange eine gute Idee, wie man seine
Grenzen einschätzen kann. Sonst ist es bloß dumm. Es ist nur
vernünftig, sich Unterstützung zu holen, und zwar bevor es soweit ist,
dass man eine Sache nicht mehr selbst stemmen kann.
Post by HJP
Post by hydro
Somit habe ich also Hilfe....
und was sind die nächsten Fragen..?
Schlldere, wo deine wichtigen Probleme liegen.
die du nicht selber oder nicht mit anderen
zusammenmit lösen kannst.
Dan versuche ich, dir zu helfen.
Ich hoffe, dass auch Du davon ausgehst, dass Deine Hilfe andere
Hilfsangebote nicht ersetzt, sondern bestenfalls nur ergänzen kann und
dass Dein Rat nicht immer und zwingend besser ist als der eines
Therapeuten.
Ich habe genaue die Zahl nicht mehr im Kopf, aber so um die 20-30% der
Deutschen war schon mal länger beim Psychiater. Nur eine sehr kleine
Zahl davon bleibt es dauerhaft. Wenn die Schreiberin sich die dort
angebotene Hilfe holt, ist es keine gute Idee, ihr dabei Knüppel
zwischen die Beine zu werfen, nur weil eine nochmals viel kleinere
Zahl damit sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat oder sogar hier
rumzuorakeln, das müsse in dauerhafter Medikamentenabhängigkeit enden.
Bei keinem Arzt kann man sicher sein, dass man gut fährt, wenn man
immer nur "Ja" und "Amen" sagt. Auch hat die Psychiatrie eine recht
fragwürdige Geschichte, die noch lange nicht zu Ende ist. Aber die
Schreiberin macht nicht den Eindruck, als wäre sie nicht in der Lage,
selbst zu merken und zu entscheiden, was ihr in ihrer Lage nutzt.
Danke für Deine Gedanken... es ist sicher so, dass man nicht von jedem
Arzt gut beraten ist... Da alle meine drei Kinder auch organische
Probleme haben, habe ich viele Aerzte kennengelernt... nicht nur
Psychiater.
Aber ich bin doch sehr froh um die Antwoerten hier drin.Der Arzt
meines Mannes gibt mir keine direkten Antworten. Er weicht aus. Und
desshalb habe ich mich nach anderen Meinungen umgesehen.
Bei meiner Aerztin habe ich nicht so viel Zeit und über gewisse Themen
(Medis) genügt die Zeit nicht und sie ist auch nicht die Aerztin
meines Mannes.
Und ja, ich bin Selbständig und eher kritisch und werde meinen Weg
gehen... Danke.

Gruss Esther
w***@sogetthis.com
2007-12-11 14:25:04 UTC
Post by hydro
Aber ich bin doch sehr froh um die Antwoerten hier drin.Der Arzt
meines Mannes gibt mir keine direkten Antworten. Er weicht aus. Und
Das muss er auch, das nennt man Schweigepflicht.
Post by hydro
Und ja, ich bin Selbständig und eher kritisch und werde meinen Weg
--
Als Höschenverkäuferin
Pat
2007-12-11 20:49:02 UTC
Post by hydro
Da alle meine drei Kinder auch organische
Probleme haben, habe ich viele Aerzte kennengelernt... nicht nur
Psychiater.
Das ist das Schöne an Problemen: hat man schon eins, braucht man sich
meistens um weitere keine Sorgen mehr machen. Die kommen nämlich dann
ganz von alleine noch oben drauf ...

Es ist schon gut, wenn Du jetzt erst einmal nach Dir schaust. Wenn Du
abwartest, bis es völlig unerträglich ist, ist es für einen
tragfähigen Kompromiss (egal wie der aussieht) zu spät, dann hilft nur
noch, die Scherben wegzukehren. Damit ist niemand gedient.
Post by hydro
Aber ich bin doch sehr froh um die Antwoerten hier drin.Der Arzt
meines Mannes gibt mir keine direkten Antworten. Er weicht aus. Und
desshalb habe ich mich nach anderen Meinungen umgesehen.
Es ist ja nicht Dein Arzt, sondern seiner, deshalb ist das völlig in
Ordnung. Du würdest das umgekehrt auch nicht wollen. Jeder hat seine
kleinen oder großen Geheimnisse. Totale Offenheit, wenn es sie gäbe,
täte einer Partnerschaft nicht gut. Gerade wenn es jemand so schlecht
geht wie Deinem Mann, ist es wichtig, dass der Arzt nur für ihn da
ist. Du hast sogar etwas davon. Würde der Arzt Vertrauen untergraben,
egal wieviel davon überhaupt da ist, schadet es allen, denn er verbaut
sich jede Chance, noch an ihn ranzukommen. Den Verdacht lässt er
besser gleich gar nicht aufkommen.
Post by hydro
Bei meiner Aerztin habe ich nicht so viel Zeit und über gewisse Themen
(Medis) genügt die Zeit nicht und sie ist auch nicht die Aerztin
meines Mannes.
Vielleicht erwartest Du auch zu viel. Ich kenne mich mit der Situation
Deines Mannes nicht aus. Aber eine sichere Verlaufsprognose wird Dir
niemand geben können. Auch keine Auskunft, ob ein bestimmtes
Medikament in einer bestimmten Dosis helfen kann. Eher schon
Erfahrungswerte, wie es sonst verläuft und was so an
Medikamentengruppen in Frage kommt, vielleicht noch, was auf keinen
Fall. Eigentlich sind wir ja sonst auch froh, dass unsere Psyche sich
solchen Prognosen entzieht und nicht so exakt manipulierbar ist.
Post by hydro
Und ja, ich bin Selbständig und eher kritisch und werde meinen Weg
gehen... Danke.
Viel Erfolg dabei, Glück kannst Du sicher auch brauchen. Pass' auf
Dich auf.
HJP
2007-12-12 11:48:11 UTC
Pat
.... täte einer Partnerschaft nicht gut.
Du hast keine Ahnung, was eine Ehe ist.
Und Partnerschaftsfähig scheinst du auch nicht zu sein.
Du suchst einzig und allein dich sebler.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
mfg
Hans Joss
http://www.hjp.ch/
n***@mailinator.com
2007-12-10 19:48:52 UTC
Post by HJP
Post by HJP
Mein Mann hat die Diagnose Hebephrenie.
Das ist für dich nicht immer lustig.
Und für die Kinder auch nicht.
Wenn die Eltern so jung sind. ;-)
--
ist er noch nicht geheilt
Roman Czyborra
2007-12-05 18:43:20 UTC
User-Agent: Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; de-DE; rv:1.4)
Gecko/20030619 Netscape/7.1 (ax)
Date: Sat, 17 Nov 2007 18:35:06 +0100
Newsgroups: de.sci.medizin.psychiatrie
Subject: Wirkung von Neuroleptika
Mache mir derzeit Gedanken darüber, wie insbesondere hochpotente und
atypische Neuroleptika wirken. Ist man dann wirklich wieder bei Verstand?
Sind die Wahnideen und Halluzinationen, die Denkstörungen, das Stimmenhören
etc. wirklich alles weg oder zumindest gedämpft? Wirkt das Zeug wirklich so
wie es auf dem Beipackzettel steht (Verschwinden von irrigen Überzeugungen
und Trugwahrnehmungen etc.) oder dämpfen/sedieren Neuroleptika nicht nur?
Damit die Leute besser zu handhaben sind und weniger aggressiv? Jemand, der
meint er wäre durch die Medikamente völlig wiederhergestellt, was meint er
damit? Ist das nur seine subjektive Ansicht?
Hochpotente wie Haldol sind der Hammer und ich würde Dir dringend
raten, Akineton als Antidot zur Hand zu haben. Haldol hemmt Dich
ziemlich in Deiner persönlichen Freiheit.

Atypische haben auch Nebenwirkungen, wegen derer ich Sie Dir nicht
empfehlen würde, außer dem neuesten + teuersten: Abilify - und dem
harmlosesten: Amisulprid (Solian).

Neuroleptika wirken meiner Erfahrung nach so dämpfend, dass die
Aggression gegen sich selbst größer werden kann als die Aggression,
mit der man im Dopamingewitter vor der Drogeneinnahme für seine
Interessen gekämpft hat.

Das Bundesverfassungsgericht hat das "Recht auf Krankheit" bestätigt.
Jede Psychose hat einen Sinn, den es einfühlsam und verständnisvoll zu
erforschen gilt.
Norbert Kaiser
2007-12-30 13:50:14 UTC
Hi NG
Hochpotente wie Haldol sind der Hammer und ich würde Dir dringend raten,
Akineton als Antidot zur Hand zu haben. Haldol hemmt Dich ziemlich in
Deiner persönlichen Freiheit.
Dem stimme ich zu, Haldol ist so ziemlich das Übelste was auf dem Markt
ist -wenn die Dosis nicht genau paßt, dann treten extrapyramidale
Störungen auf. Ganz übel.
Es gibt inwischen Ansätze Psychosen und Depressionen mit Morphin retard
zu behandeln. Die Dosis liegt zwischen 2 x 30 mg bis zu 2 x 100 mg.
Die Ergebnisse sind noch nicht wissenschaftlich bewiesen, aber die
Patienten sind glücklich.
Denn Morphin hat eine stark euphorisierende Komponente.
Im Gegensatz zu Haldol zerstört es auch keine Gehirnzellen.
Der Nachteil ist, daß die Dosis stetig erhöht werden muss, was bei
retard Tabletten allerdings nicht so schnell geht. Und auch hier gibt es
eine Dosis, die dann nicht mehr überschritten werden muß. Sie liegt bei
etwa 1000 mg.
Leider soll in diesem Staat ja niemand glücklich sein, sondern man pumpt
die Leute voll mit Chemie, die die übelsten NW hat.
Morphin ist zwar auch eine "Chemikalie", leitet sich aber aus dem
Schlafmohn ab. In diesem gibt es neben Morphin noch einige andere
Alkaloide wie z. B. Codein.
Letzteres wird neuerdings in Dosierungen zwischen 120 mg und 240 mg zur
Aufrechterhaltung der Trockenheit von Alkoholikeren mit Erfolg eingesetzt.
Auch hier liegt mir noch keine Studie vor, die den Erfolg
wissenschaftich untermauert. Es handelt sich im Übrigen nicht um Codein,
sondern Dihydrocodein, welches etwas stärker wirkt.
Meine Befürchtung ist, daß der Staat gar keine Studien haben will, die
die positive Wirkung von Morphin und Codein belegen.
Denn beide Substanzen erzeugen eben ein Glücksgefühl.
Da greift man doch lieber zu Neuroleptika..-(
Armes Deutschland!
Ich wünsche Allen in der NG einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr
Grüße
Norbert, der zu der in dieser NG geächteten Berufsgruppe gehört.

Haldol und Gehirnzellen Diskussion:
http://www.psychiatriegespraech.de/phpBB2/viewtopic.php?t=2940&postdays=0&postorder=asc&start=135

Codein:
www.indro-online.de/Ulmer_07.pdf



Morphin:leider noch kein positiver Link mir bekannt